Fedora Server, CoreOS, Cloud & IoT im Vergleich: passende Homelab-Services mit Kurzbegründung

Inhaltsverzeichnis

Fedora bietet spezialisierte Varianten für Server, Container, Cloud-VMs und Edge-Geräte. Wer im Homelab DevOps-Skills aufbauen und jobrelevante Projekte umsetzen möchte, profitiert von einer klaren Zuordnung: Welche Edition spielt ihre Stärken bei welchen Services aus – und warum?

Überblick und Zielsetzung

Die Reihenfolge folgt der typischen Einsatzhäufigkeit in Homelabs und kleineren Unternehmensumgebungen. Jede Edition erhält eine kurze Einordnung sowie konkrete Services mit Kurzbegründung, damit Aufbau, Betrieb und Portfolio-Demos planbar und reproduzierbar bleiben.

Fedora Server – Vielseitig, mit Cockpit und stabiler Basis

Fedora Server unterstützt klassische und moderne Workloads, bringt mit Cockpit ein Remote-Admin-Webinterface mit und integriert aktuelle Server-Technologien wie Podman.

  • Apache HTTPD – Bewährter Webserver für klassische LAMP/LEMP-Stacks und Zertifikatsmanagement.
  • Nginx – Schlanker Reverse-Proxy und Webserver, ideal für statische Inhalte und TLS-Termination.
  • MariaDB – Zuverlässige SQL-Datenbank für Web- und Business-Anwendungen.
  • PostgreSQL – Erweiterbare SQL-Datenbank für anspruchsvollere Datenmodelle.
  • Nextcloud – Self-Hosted-Cloud für Dateien, Kalender und Kollaboration.
  • WordPress – Schnelles CMS-Hosting für Blog, Docs oder Landingpages.
  • BorgBackup – Deduplizierende, verschlüsselte Backups für VMs und App-Daten.
  • SMB/CIFS (Samba) – Datei-Freigaben für Linux/Windows-Clients.

Typischer Einsatz: Web- und Fileserver, Datenbankserver, zentrale Applikations-Hosts, Administrationsknoten.

Fedora CoreOS – Minimal, automatisch aktualisiert und containerfokussiert

CoreOS ist ein minimalistisches, selbstaktualisierendes Container-Host-OS für Kubernetes und Microservices. Wichtig: OpenShift (OKD) nutzt unter der Haube eine angepasste CoreOS-Variante; wer OpenShift testet, arbeitet damit bereits auf CoreOS-Basis.

  • Kubernetes (k3s) – Leichtgewichtige Orchestrierung für Homelab-Cluster.
  • OpenShift (OKD) – Vollständige Kubernetes-Plattform mit integrierten DevOps-Funktionen (OKD bringt das passende CoreOS für die Nodes mit).
  • Podman – Daemonlose Container-Engine, sicher und systemd-freundlich.
  • Docker – Verbreitete Container-Engine mit großem Ökosystem.
  • CRI-O – Kubernetes-optimierte Container-Laufzeitumgebung.
  • buildah – Images bauen ohne laufenden Daemon, ideal für CI.
  • skopeo – Images signieren, kopieren und inspizieren zwischen Registries.
  • Helm – Paketmanager für wiederholbare App-Deployments auf Kubernetes.

Typischer Einsatz: Kubernetes-Cluster, OpenShift-Testumgebungen, skalierbare Microservice-Deployments.

Fedora Cloud – Flexibel, anpassbar und Cloud-nativ

Fedora Cloud ist eine anpassbare VM-Edition mit vollem Paketmanagement. Sie lässt sich per cloud-init automatisiert provisionieren und eignet sich für portable, reproduzierbare Images.

  • Terraform – Automatisierte Bereitstellung und Verwaltung von VMs und Netzressourcen.
  • cloud-init – First-Boot-Konfiguration (User, Keys, Pakete, Services) aus Code.
  • Libvirt – API/Tooling zum Verwalten von VMs, Netzwerken und Storage.
  • QEMU/KVM – Performante Virtualisierung auf Linux-Basis.
  • Ceph-Testcluster – Verteilter Objektspeicher für skalierbare, fehlertolerante Datenhaltung.
  • NFS – Schnelle, einfache Netzfreigaben für Linux-Workloads.
  • SMB/CIFS (Samba) – Plattformübergreifende Dateifreigaben in gemischten Umgebungen.

Typischer Einsatz: VM-Templates, Build- und Testsysteme, portable App-Images, verteilte Storage-Anbindungen.

Fedora IoT – Edge-fokussiert und ressourcenschonend

Fedora IoT adressiert Edge- und Embedded-Szenarien: Container auf kleiner Hardware, kontrollierte Updates und gute Geräteunterstützung.

  • LXC/LXD – Leichtgewichtige System-Container für knappe Ressourcen.
  • Docker – Flexible App-Container für Gateways und Edge-Services.
  • Home Assistant – Smart-Home-Automatisierung mit Integrationen für viele Geräte.
  • Tapo Smart Home – Steuerung und Integration gängiger IoT-Geräte.
  • Vaultwarden – Self-Hosted Passwortmanager, klein und effizient.
  • Pi-hole – Netzwerkweiter DNS-Filter und Werbeblocker.
  • MQTT-Broker – Messaging-Drehscheibe für Sensoren und IoT-Events.

Typischer Einsatz: Smart-Home-Zentralen, lokale API-Gateways, IoT-Datenverarbeitung am Netzwerkrand.

Fazit

Für Allround-Serverdienste empfiehlt sich Fedora Server. Container- und Kubernetes-first-Setups profitieren von Fedora CoreOS; wer OpenShift (OKD) testet, nutzt ohnehin eine CoreOS-Basis. Fedora Cloud punktet bei reproduzierbaren VM-Images und Automatisierung, während Fedora IoT Edge-Geräte und ressourcenschwache Nodes effizient bedient. So entsteht ein Homelab, das sicher, skalierbar und portfolio-tauglich ist.

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Andreas Moor
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