Der Befehl lsusb ist ein unverzichtbares Werkzeug unter Linux, wenn es um die Analyse und Verwaltung von USB-Geräten geht. Administratoren nutzen ihn, um angeschlossene Peripherie zu identifizieren, Treiberprobleme zu diagnostizieren und die Systemdokumentation zu vervollständigen. Gerade in modernen Infrastrukturen mit vielfältigen USB-Geräten – von Sicherheitsdongles bis hin zu externen Festplatten – liefert lsusb schnelle Klarheit.
Überblick: Was macht lsusb?
lsusb zeigt alle aktuell am System angemeldeten USB-Busse und Geräte. Die Ausgabe umfasst Busnummer, Geräte-ID, Hersteller und Modell.
$ lsusb
Bus 002 Device 003: ID 046d:c534 Logitech, Inc. Unifying Receiver
Bus 001 Device 005: ID 0781:5567 SanDisk Corp. Cruzer Blade
Damit erhält man sofort einen Überblick, welche USB-Geräte verfügbar sind. Für detaillierte Analysen reichen diese Basisinformationen jedoch nicht aus – hier kommen die Optionen ins Spiel.
Die 5 wichtigsten lsusb-Optionen
1. -v (verbose)
Zeigt detaillierte Informationen über ein Gerät, inklusive Konfigurationen, Schnittstellen und Endpunkte. Besonders nützlich bei komplexen Geräten wie Audiointerfaces oder USB-Hubs.
lsusb -v -s 002:003
2. -s (select device)
Begrenzt die Ausgabe auf ein bestimmtes Gerät, identifiziert durch Bus- und Gerätenummer. Erleichtert die gezielte Analyse einzelner Geräte.
lsusb -s 001:005
3. -d (filter by ID)
Filtert nach Hersteller- und Produkt-ID. Ideal, wenn ein bestimmter Gerätetyp überprüft werden soll, etwa mehrere identische USB-Sticks.
lsusb -d 0781:5567
4. -t (tree view)
Zeigt die USB-Geräte in einer Baumstruktur, die ihre hierarchische Verbindung zu Controllern und Hubs darstellt. Sehr hilfreich zur Analyse von Port-Zuordnungen.
lsusb -t
5. -D (device file)
Erlaubt die Analyse eines Geräts direkt über die Device-Datei im Verzeichnis /dev/bus/usb/. Praktisch für forensische Analysen und Skripting.
lsusb -D /dev/bus/usb/001/005
Praxisrelevanz für Administratoren
Der Einsatz dieser Optionen eröffnet wichtige Möglichkeiten im Alltag:
- Geräteerkennung: Prüfen, ob ein USB-Gerät vom System registriert wurde.
- Treiberdiagnose: Mit
-vherausfinden, welche Schnittstellen und Klassen ein Gerät bereitstellt. - Sicherheitsanalyse: Unbekannte oder unerwünschte Geräte schnell identifizieren.
- Dokumentation: USB-Hierarchie mit
-tfür Systemübersichten und Supportfälle nutzen. - Skripting & Automatisierung: Mit
-DGeräteinformationen gezielt in Skripte einbinden.
Fazit
lsusb ist ein kleines, aber mächtiges Werkzeug im Alltag eines Linux-Administrators. Mit den Optionen -v, -s, -d, -t und -D lassen sich USB-Geräte präzise untersuchen, Fehlerquellen aufdecken und Systeme zuverlässig dokumentieren. Wer diese Optionen beherrscht, spart Zeit und erhöht die Transparenz im Betrieb.

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