Du hast vielleicht schon von Kubernetes gehört – dem Orchestrierungswerkzeug für Container. Aber dann taucht plötzlich ein anderer Name auf: OpenShift. Und alles klingt gleich viel komplexer, größer, „Enterprise“. Was steckt dahinter? Und was hat das mit DevOps zu tun?
In diesem Beitrag erfährst du, warum OpenShift viel mehr ist als nur Kubernetes – nämlich eine komplette DevOps-Plattform, mit allem, was moderne Infrastruktur, Sicherheit und Softwareentwicklung heute brauchen.
Was ist OpenShift?
OpenShift ist eine von Red Hat entwickelte Plattform für die Entwicklung, Bereitstellung und Verwaltung containerisierter Anwendungen. Sie basiert auf Kubernetes, erweitert es aber um wichtige Funktionen, die im Unternehmensumfeld oft fehlen oder mühselig nachgerüstet werden müssen.
Technisch gesehen ist OpenShift eine Kubernetes-Distribution – also eine speziell zusammengestellte, getestete und unterstützte Version von Kubernetes. Praktisch ist es aber eine <strongvollständige DevOps-Plattform, die alle Komponenten für CI/CD, Sicherheit, Skalierung und Überwachung integriert bereitstellt. Du musst nichts mehr selbst kombinieren – du bekommst ein System, das funktioniert.
Was macht OpenShift so besonders?
- Kubernetes inklusive: OpenShift ist Kubernetes – aber mit besserem UX, Security & Integration
- CI/CD eingebaut: Mit Tekton Pipelines und GitOps (ArgoCD) kannst du Build & Deploy automatisieren
- Security by default: Rollen, Zugriffskontrolle, Netzwerkrichtlinien – alles direkt dabei
- Entwicklerfreundlich: Web-Konsole, Templates, Dev-Spaces – self-service für Devs
- Monitoring inklusive: Prometheus, Grafana, Alerting – vorkonfiguriert
OpenShift ist DevOps – vollständig integriert
| DevOps-Kategorie | OpenShift-Funktion |
|---|---|
| Infrastruktur & Provisionierung | Installer für Bare Metal, Cloud, VMware – automatisierbar mit Terraform |
| Konfiguration & Automatisierung | Ansible, Operatoren, Helm-Charts, API-Zugriff |
| Containerisierung & Orchestrierung | Kubernetes, Podman, CRI-O, Namespaces, Volumes |
| CI/CD & Deployment | Tekton Pipelines, GitOps, Webhooks, Blue/Green Deployments |
| Monitoring & Logging | Prometheus, Grafana, Loki, Metrics UI |
| Sicherheit & Zugriff | OAuth2, RBAC, Security Context Constraints |
| Betriebs- & Performanceoptimierung | Auto-Scaling, Self-Healing, Ressourcenlimits, Templates |
OpenShift und Fedora CoreOS – ein starkes Fundament
OpenShift nutzt intern ein spezialisiertes Linux-Betriebssystem namens Red Hat CoreOS (RHCOS), das aus dem Open-Source-Projekt Fedora CoreOS hervorgegangen ist. Dieses Betriebssystem ist immutable (unveränderlich), selbstaktualisierend und speziell für den sicheren Containerbetrieb mit Podman und CRI-O optimiert.
Wenn du also CoreOS oder Podman im Homelab ausprobierst, arbeitest du bereits mit denselben Technologien, die OpenShift intern nutzt – nur in kleinerem Maßstab.
Wie unterscheidet sich OpenShift von Kubernetes?
Kurz gesagt: Kubernetes ist das Fundament – OpenShift ist das fertige Haus mit Türen, Fenstern und funktionierender Heizung.
- Bei Kubernetes musst du viele Dinge selbst konfigurieren und absichern
- OpenShift bringt all das direkt integriert mit
- Statt fünf Tools kombinierst du eins – mit grafischer Oberfläche und Support
Für wen ist OpenShift gedacht?
- Für größere Teams und Produktivumgebungen, die Stabilität & Sicherheit brauchen
- Für Unternehmen mit Compliance-Anforderungen (z. B. Banken, Behörden, Medizin)
- Für DevOps- und SRE-Teams, die mehr Automation & Kontrolle wollen
Warum ist OpenShift für meinen Lernweg wichtig?
Wenn du dich mit Linux, Podman, Buildah oder Fedora CoreOS beschäftigst, dann baust du dir gerade das ideale Vorwissen für OpenShift auf. Du lernst:
- wie Container auf Systemebene funktionieren (Podman statt Docker)
- was ein „immutable Betriebssystem“ bedeutet (CoreOS)
- wie man Container automatisiert startet (Systemd, YAML, Ignition)
- wie CI/CD mit Tekton & GitOps funktioniert
All das sind direkte Bausteine von OpenShift – du bist also nicht mehr weit vom „nächsten Level“ entfernt.
Fazit: OpenShift ist mehr als „nur Kubernetes“
Wenn du Kubernetes verstehst, ist OpenShift dein nächster Schritt in Richtung professionelles Platform Engineering. Du bekommst nicht nur ein Tool, sondern ein ganzes System für automatisierte, sichere und skalierbare Softwarebereitstellung – out of the box.
Nächster Schritt? Probiere OpenShift lokal mit Minishift oder CodeReady Containers (CRC) aus – oder schau dir die Developer Sandbox von Red Hat an. Du wirst überrascht sein, wie viel möglich ist – mit einem einzigen Login.

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