Was sind REST-APIs? – Einsatz in Proxmox, DevOps und Cloud

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REST-APIs sind heute ein zentrales Werkzeug in der Welt der IT-Automatisierung, Cloud-Verwaltung und DevOps-Prozesse. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Begriff REST-API – und wie wird er konkret in Tools wie Proxmox VE eingesetzt?

Was ist eine REST-API?

REST steht für „Representational State Transfer“ und beschreibt eine moderne, leichtgewichtige Architektur zur Kommunikation zwischen Computersystemen. Eine REST-API ist eine Schnittstelle, die es ermöglicht, über HTTP standardisierte Anfragen an ein System zu stellen – meist im Format JSON. So kann man z. B. über ein Skript oder eine Anwendung auf ein anderes System zugreifen, Daten abfragen oder Änderungen durchführen – ohne grafisches Interface.

REST-APIs nutzen typischerweise folgende HTTP-Methoden:

  • GET – Daten lesen (z. B. alle VMs anzeigen)
  • POST – Neue Ressourcen erstellen (z. B. eine neue VM starten)
  • PUT – Vorhandene Ressourcen bearbeiten
  • DELETE – Ressourcen löschen

REST-API in Proxmox VE

Proxmox VE bringt eine umfangreiche REST-API mit, die jede Funktion im System verfügbar macht – von VM-Verwaltung über Netzwerk bis hin zu Benutzerrechten. Diese API ist vollständig dokumentiert und nutzt JSON als Datenformat. Sie lässt sich mit jeder Programmiersprache nutzen, die HTTP-Requests senden kann.

Was du über die REST-API von Proxmox wissen solltest:

  • Alle Funktionen des Webinterfaces lassen sich auch via REST-API steuern
  • Du kannst VMs starten, stoppen, löschen oder migrieren
  • Netzwerk- und Storage-Konfigurationen sind ebenfalls automatisierbar
  • Ideal für Automatisierung mit Shell, Python, Ansible oder CI/CD-Tools

REST-APIs im DevOps- und Cloud-Kontext

In DevOps-Workflows sind REST-APIs unverzichtbar, um Infrastruktur, Deployments und Monitoring zu automatisieren. Praktisch alle modernen Tools – von GitLab über Terraform bis Kubernetes – bieten REST-APIs an.

Typische Einsatzszenarien:

  • CI/CD-Pipelines: Eine neue Version wird gebaut und automatisch via API auf einem Server deployed
  • Self-Service-Portale: Benutzer können über ein Webportal neue Container oder VMs anfordern – im Hintergrund läuft alles via REST-API
  • Monitoring: Tools wie Prometheus oder Grafana holen sich Metriken über APIs
  • Cloud-Anbindung: Ressourcen in AWS, Azure oder Google Cloud lassen sich per API provisionieren oder skalieren

REST-API in Linux- und Scripting-Umgebungen

Auch klassische Linux-Administratoren profitieren von REST-APIs – z. B. über curl, http oder wget in Shell-Skripten. So können Backups gestartet, VM-Zustände abgefragt oder Statusmeldungen automatisiert übermittelt werden – ideal in Kombination mit cron, systemd timer oder Bash-Automatisierungen.

Fazit

REST-APIs sind das Rückgrat moderner IT-Infrastruktur. Sie erlauben es, Systeme wie Proxmox effizient und automatisiert zu verwalten – sei es über Skripte, Pipelines oder externe Anwendungen. Wer in DevOps, Cloud oder Linux-Systemadministration einsteigen will, kommt an REST nicht vorbei. Besonders in Kombination mit Tools wie Ansible, Terraform oder CI/CD-Stacks entfalten REST-APIs ihr volles Potenzial.

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Andreas Moor
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