YAML verstehen: Die Sprache, die DevOps, Cloud & Linux verbindet

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Vielleicht bist du schon über Dateien mit der Endung .yml oder .yaml gestolpert – in Ansible, Kubernetes, GitHub Actions oder Docker Compose. Aber was ist YAML eigentlich genau? Und warum begegnet es dir plötzlich überall, wenn du dich mit Linux, Cloud und DevOps beschäftigst?

In diesem Beitrag erkläre ich dir, was YAML ist, warum es so beliebt ist – und wie du es lesen, schreiben und sinnvoll einsetzen kannst.

Was ist YAML?

YAML steht für „YAML Ain’t Markup Language“. Es handelt sich um eine menschenlesbare Auszeichnungssprache, die sich hervorragend für Konfigurationsdateien und strukturierte Daten eignet. Anders als JSON oder XML ist YAML deutlich übersichtlicher – besonders bei verschachtelten Strukturen.

Wie sieht YAML aus?

Ein YAML-Dokument ist ein bisschen wie eine To-Do-Liste mit Einrückungen. Hier ein einfaches Beispiel für einen Benutzer in Ansible:

- name: "Create user"
  user:
    name: devuser
    state: present

Die Struktur basiert auf Einrückungen statt geschweiften Klammern – und genau das macht es so angenehm lesbar.

Warum YAML in DevOps und Cloud so wichtig ist

YAML ist nicht nur hübsch – es ist das Bindeglied vieler Automatisierungs- und Infrastrukturtools. Fast alle großen Plattformen und Frameworks verwenden YAML zur Beschreibung von:

  • Konfigurationsdateien (z. B. .gitlab-ci.yml, docker-compose.yml)
  • Infrastrukturzuständen (z. B. in Kubernetes oder Helm)
  • CI/CD Pipelines (GitHub Actions, Jenkins, GitLab)
  • Rollen & Tasks (Ansible)

Wo YAML dir begegnet – praktische Beispiele

  • Ansible: Playbooks zur Serverkonfiguration
  • Kubernetes: Pods, Deployments, Services
  • GitHub Actions: Automatisierung deiner Workflows
  • Docker: docker-compose.yml für Multi-Container-Setups

Vorteile von YAML

  • Sehr leicht lesbar – auch für Nicht-Programmierer
  • Ideal für Versionskontrolle (Git)
  • Tool-unabhängig – universell einsetzbar
  • Skalierbar von klein bis komplex

Aber Achtung: YAML ist sensibel

YAML ist streng, was Einrückungen und Leerzeichen angeht. Ein falscher Abstand – und das ganze Playbook funktioniert nicht. Verwende daher unbedingt einen Editor mit YAML-Unterstützung (z. B. VS Code, nano mit Syntax-Highlighting).

Fazit: YAML gehört in jede DevOps-Werkzeugkiste

YAML ist kein Hype, sondern der Quasi-Standard zur Beschreibung von Zuständen, Workflows und Konfigurationen. Wenn du YAML verstehst, kannst du die meisten DevOps-Tools besser lesen, anpassen und automatisieren.

Ob du Server mit Ansible konfigurierst, Kubernetes-Cluster verwaltest oder CI/CD-Jobs schreibst – YAML ist das Format, das alles verbindet.

Nächster Schritt? Öffne ein beliebiges .yml-File auf deinem System, versuche es zu verstehen – und baue dein erstes kleines YAML-Dokument selbst.

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Andreas Moor
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